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Schweizer Dominanz beim German Pool Masters

 11.01.2017
(Billardmagazin Touch)

Das Finalturnier der Poolbillard-German Tour feierte erneut einen großen Erfolg. Mit 200.000 Zuschauern im Livestream und einer Meldeliste von 400 Sportler/innen wurden erneut Rekorde gebrochen.

 

Die Poolbillard German Tour ist derzeit national und auch in vielen Nachbarländern in aller Munde. Ähnlich wie im Tennis und anderen Sportarten werden alle teilnehmenden Turniere und deren Starterinnen und Starter in einer Rangliste zusammengefasst und am Ende in einem großen Finalturnier die Sieger der verschiedenen Klassen ermittelt. 

 

Fast eintausend Turniere wurden allein in 2016 gewertet, wobei sich nahezu 5.000 Billardspielerinnen und –spieler in der Gesamtrangliste verewigten. In Sindelfingen, Nürtingen, Pfullingen, Böblingen und Stuttgart kam es nun vom 04.-08. Januar zum großen Finalturnier, dem German Pool Masters. Am Start war die Creme de la Creme des nationalen und internationalen Pool-Billards, wobei Spieler wie Earl Strickland (USA), Francisco Bustamante (Philippinen) und Niels Feijen (Niederlande) das Salz in der Suppe waren. Sie sind allesamt in ihrer Karriere einmal oder gar mehrmals Weltmeister gewesen und waren damit natürlich hoch favorisiert.

 

Dennoch reichte es für keinen von ihnen für den Turniersieg. Auch die beiden Deutschen Ikonen Ralf Souquet (Manching) und Oliver Ortmann (Hamburg), ihrerseits ebenfalls schon zu Weltmeisterehren gelangt, hatten letztlich mit dem Ausgang des Wettbewerbs nicht zu tun.Allein das zeigt schon, wie stark und ausgeglichen das Masters tatsächlich besetzt war. Wie interessant dies auch für internationale Zuschauer ist, zeigen die Einschaltquoten des Livestreams, der über die fünf Turniertage angeboten wurde. Fast 200.000 unterschiedliche Nutzer aus allen Ländern der Erde schauten sich den kostenlosen Livestream an und waren begeistert. Genauso wie auch am Hauptspielort Sindelfingen, in dem man an den letzten beiden Tagen „ausverkauft“ hätte schreiben können, wenn es denn Eintritt gekostet hätte.

 

Sieger des Hauptfeldes, an dem insgesamt 320 Sportler teilnehmen, wurde der Schweizer Dimitri Jungo, seinerseits Anfang des Millenniums Junioren-Weltmeister. Der mittlerweile 33-jährige schlug im Finale den Syrer Mohammad Soufi mit 7:4. Soufi ist erst seit zwei Jahren in Deutschland und stellt als Flüchtling ein Musterbeispiel an Integration dar. Mit seinem Spiel fesselte der ehemalige Asien-Meister die Zuschauer und gewann neue Fans in Scharen dazu. 

 

Den dritten Platz teilten sich Lokalmatador Mazi Shahverdi, ehemals international für den Iran unterwegs, und der Niederländer Ivo Aarts. Nicolas Ottermann (Mörfelden) und der Kölner Überraschungsmann Fabian Grube wurden als Fünfte beste Deutsche. Earl Strickland aus den USA schied gegen Jungo ebenso im Viertelfinale aus, kam aber als bester der eingeladenen Gäste ebenfalls auf den fünften Platz. Vorjahressieger Roman Hybler (Tschechien) komplettierte die Runde der letzten Acht.

 

Das Damen-Turnier mit 40 Spielerinnen gewann am Ende die Schweizerin Yini Gaspar und komplettierte damit den Erfolg der Eidgenossen. In einem hochspannenden Finale setzte sie sich gegen die Karlsruherin Kristina Grim durch, die sich aber als Ranglistenerste zum 31.12.2016 ebenfalls über eine Ehrung freuen durfte. Gemeinsame Dritte wurden Sigrid Glatz (Miesbach) und Nicole Mehren aus Neuwied.

 

Erstmals im Programm der German Tour waren Sportler mit Handicap und auch sie ermittelten in Sindelfingen ihre Champions. Manuel Radu aus Ludwigshafen gewann dabei souverän die Premiere gegen den Darmstädter Klaus Knappe. Bronze teilten sich derweil Franz Frauenhoffer (Bad Saulgau) und der Stuttgarter Hans-Peter Benzinger.

 

Last not least ermittelte die Ladies Rock’n Pool-Tour ihre Gewinnerin. Hierbei handelt es sich um eine Turnierserie, die sich zum Auftrag gemacht hat, neue weibliche Spielerinnen für den Billardsport zu begeistern. Dies gelingt derart gut, dass die Serie nunmehr in das German Pool Masters integriert wurde. Erste Siegerin wurde die Wolfsburgerin Anke Liepelt.

 

Insgesamt beteiligten sich 400 Sportlerinnen und Sportler am German Pool Masters und machten das Event zu einem in Deutschland nie dagewesenen Billard-Highlight.

 

Foto: Stefan Schmidt, Billardmagazin Touch

www.germantour.net

 

Die Sieger: v.l. Yini Gaspar, Dimitri Jungo, Manuel Radu


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